Lassen Sie ruhig einmal ein Taschenbuch liegen

Es ist ein Spleen, der mich manchmal befällt, Bücher zu lesen und zu sammeln, die in meinem Geburtsjahr erschienen sind; vorzugsweise Taschenbücher. Graham Greene, »Am Abgrund des Lebens« im Mai 1950, Rowohlts Rotations Romane (rororo Nr. 2), ist zwei Monate älter und der »Orientexpress« erschienen im September (rororo Nr. 11) zwei Monate jünger als ich.

Thornton Wilder »Die Brücke von San Luis Rey« der erste Band der Fischer Bücherei kam zwar erst zwei Jahre später auf den Markt, gehört trotzdem zu meinen Favoriten im Regal.

Die Taschenbücher der frühen fünziger Jahre atmeten jenen Pioniergeist, den heute manche den E-Books zuschreiben. Es sollten Inhalte verbreitet werden. Im Fischer Verlag träumte man davon, daß die Taschenbücher von Hand zu Hand, von Leser zu Leser gereicht würden. Albrecht Goes riet: »Und was ich noch sagen wollte: lassen Sie ruhig einmal ein Taschenbuch liegen, in der Bahn etwa, am liebsten eines von den allerbesten. Vielleicht findet es einer, der es braucht wie Brot.«

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